# 808-Drumcomputer mit 16-Step-Sequenzer

Programmier einen Beat auf 16 Steps, stimm die 808-Kick auf deinen Song, gib Swing dazu und nimm das Ergebnis als WAV-Loop oder MIDI-Datei mit. Jeder Sound wird live in deinem Browser synthetisiert.

## Kurz gesagt

Jeder der 16 Steps ist eine Sechzehntel, ein Step dauert also 15.000 ÷ BPM Millisekunden – 125 ms bei 120 BPM –, und ein Takt dauert bei 120 BPM genau 2 Sekunden. *WAV exportieren* speichert vier Takte als Stereo-Loop mit 44,1 kHz, *MIDI exportieren* schreibt dieselben Takte auf Kanal 10, mit der Kick auf Note 36, der Snare auf 38 und der geschlossenen Hi-Hat auf 42. Das sind die Drum-Nummern von General MIDI ([GM-Percussion-Map](https://en.wikipedia.org/wiki/General_MIDI)), deshalb spielt jedes GM-Drumkit die Datei richtig ab.

## So funktionieren Timing und Stimmung

Ein Step ist eine Sechzehntel und dauert `60.000 ÷ BPM ÷ 4` Millisekunden; das Tempo reicht von 40 bis 240 BPM. Swing (50 bis 75 %) wirkt auf Paare von Steps: Der erste Step eines Paars bekommt den Swing-Anteil an der Länge des Paars, der zweite den Rest. Dadurch kommt jede Offbeat-Sechzehntel um `Step × (2 × Swing − 1)` später als im geraden Timing. Die Kick ruht auf G1, 440 × 2^(−38/12) = 49,0 Hz ([Frequenztabelle](https://newt.phys.unsw.edu.au/jw/notes.html)); jeder Schritt am *Kick-Tuning* multipliziert das mit 2^(1/12), bis zu 12 Halbtöne nach oben oder unten, und die *Kick-Länge* reicht von 0,1 bis 3 s. Im MIDI-Export liegt jeder Schlag an seiner geswingten Position in Ticks (480 pro Viertelnote), auf Kanal 10 mit den Notennummern von General MIDI.

## Rechenbeispiel: 90 BPM, 60 % Swing, Kick 5 Halbtöne höher

| Was | Wert | Rechnung |
| --- | --- | --- |
| Ein Step (Sechzehntel) | 166,7 ms | 60.000 ÷ 90 ÷ 4 |
| Ein geswingtes Paar | 200,0 ms + 133,3 ms | 333,3 ms im Verhältnis 60 : 40 |
| Offbeat-Sechzehntel kommt | 33,3 ms später | 166,7 × (2 × 0,6 − 1) |
| …in der MIDI-Datei | Tick 144 statt 120 | 33,3 ms sind 24 Ticks bei 720 Ticks pro Sekunde |
| Ein Takt / der WAV-Loop | 2,667 s / 10,67 s | 4 Zählzeiten × 60 ÷ 90; vier Takte |
| Tonhöhe der Kick | 65,4 Hz (C2) | 49,0 × 2^(5/12) |

## Grenzen

Diese Version hat einen Takt mit sechzehn Steps pro Pattern, ein Pattern zur Zeit und einen festen Satz von acht Sounds. Tonhöhe pro Step und 808-Glide gibt es noch nicht, und die Pegel im Mixer werden nicht im Link gespeichert. Ton gibt es erst nach deinem ersten Klick oder Tap, weil Browser Audio bis zur ersten Interaktion blockieren. Auf manchen Smartphones schaltet außerdem der Stummschalter das Web-Audio stumm.

## Quellen

- [Wikipedia, “General MIDI” (Percussion-Belegung und Kanal 10)](https://en.wikipedia.org/wiki/General_MIDI) — Kanal 10 für Percussion und die Notennummern der Drums (Kick 36, Snare 38, Clap 39, Hi-Hat geschlossen 42, Hi-Hat offen 46, tiefes Tom 45, Rimshot 37, Cowbell 56). Geprüft am 10. Oktober 2026.
- [Joe Wolfe, “Note names, MIDI numbers and frequencies”, UNSW Physics](https://newt.phys.unsw.edu.au/jw/notes.html) — die Notenfrequenzen ab A4 = 440 Hz, darunter G1 mit 49,0 Hz. Geprüft am 10. Oktober 2026.
- [Standard MIDI-File Format Spec. 1.1, updated (midimusic.github.io)](https://midimusic.github.io/tech/midispec.html) — die Ticks pro Viertelnote in der exportierten MIDI-Datei. Geprüft am 10. Oktober 2026.

## So baust du einen Beat

1. **Mit Preset oder leerem Raster starten.** Im Menü *Pattern* findest du Startpunkte für Trap, Boom bap, House, Electro und Miami Bass. *Löschen* leert das Raster.
2. **Schläge setzen.** Jede Zeile ist ein Sound, jede Spalte eine Sechzehntel – vier Spalten ergeben eine Zählzeit, sechzehn einen 4/4-Takt. Die farbigen Blöcke markieren die vier Zählzeiten. Einmal klicken für einen normalen Schlag, zweimal für einen Akzent, dreimal zum Löschen.
3. **Abspielen.** Per *Start* oder Leertaste. Du kannst weiterbearbeiten, während es läuft; Änderungen hörst du beim nächsten Durchlauf.
4. **Tempo und Swing einstellen.** Das Tempo reicht von 40 bis 240 BPM. Swing verzögert jede zweite Sechzehntel: 50 % ist schnurgerade, bei rund 67 % (zwei Dritteln) sitzt die verzögerte Sechzehntel genau auf der Triole, und bis 75 % geht es noch weiter.
5. **Kick stimmen.** Die 808-Kick ist eigentlich ein kurzer Basston. Mit *Kick-Tuning* passt du sie an die Tonart deines Songs an (das Label zeigt die Note), mit *Kick-Länge* machst du aus einem knappen Punch einen langen Sub-Bass.
6. **Exportieren oder teilen.** *WAV exportieren* rendert vier Takte als Stereo-Datei mit 44,1 kHz. *MIDI exportieren* schreibt dieselben vier Takte als Drum-Noten nach General MIDI. *Link kopieren* legt das ganze Pattern in die Adresse – wer den Link öffnet, hört deinen Beat.

## Die Sounds

Keiner der Sounds ist ein Sample. Jeder entsteht so, wie die analogen Drumcomputer der frühen Achtzigerjahre ihre Klänge bauten – aus Oszillatoren, Rauschen und Hüllkurven –, nachgebaut mit der Web Audio API:

- **BD (Kick):** eine Sinusschwingung, die hoch beginnt und in wenigen Hundertstelsekunden auf ihre Ruhetonhöhe fällt, mit stimmbarem Ausklang und etwas Sättigung für kleine Lautsprecher.
- **SD (Snare):** zwei gestimmte Töne für den Kessel und gefiltertes Rauschen für den Teppich.
- **CP (Clap):** drei schnelle Stöße aus bandpassgefiltertem Rauschen und eine kurze Fahne – der Trick, mit dem es nach mehreren klatschenden Händen klingt.
- **CH / OH (Hi-Hats):** sechs gegeneinander verstimmte Rechteckschwingungen durch hohe Filter für den metallischen Klang. Eine geschlossene Hi-Hat würgt eine klingende offene ab, wie beim Original.
- **LT (Tom), RS (Rimshot), CB (Cowbell):** gestimmte Sinus- und Rechtecktöne mit schnellen Hüllkurven, darunter die berühmte zweitönige Cowbell.

## Warum der 808-Sound überall ist

Der Drumcomputer, auf den der Name dieser Seite anspielt, nutzte analoge Schaltungen statt Aufnahmen echter Trommeln und klang deshalb nach keinem Schlagzeug – anfangs eher ein Nachteil. Dann entdeckten Produzenten, dass sich seine Kick zu einem tiefen, lang stehenden Basston dehnen lässt und sein Handclap durch jeden Mix schneidet. Diese Klänge prägten Electro, Miami Bass, frühen House und Techno und Jahrzehnte später Trap, wo eine lange, gestimmte 808-Kick oft gleich die Bassline übernimmt – längst auch im Deutschrap. „808“ steht heute für diese ganze Klangfamilie, und genau die bildet dieser Drumcomputer nach.

## Exporte in der DAW nutzen

Der WAV-Export ist ein Loop über vier Takte im aktuellen Tempo, mit Swing, Pegeln und Kick-Einstellungen; die Spitzen bleiben unter −1 dBFS. Er wird aus der Mitte des laufenden Beats geschnitten: Eine lange 808-Kick vom Ende von Takt 4 klingt also schon in den Anfang hinein, und der Loop wiederholt sich nahtlos, ohne Knacksen. Der MIDI-Export enthält dieselben Noten auf Kanal 10 nach der Drum-Map von General MIDI: Kick auf Note 36 (je nach DAW als C1 oder C2 angezeigt), Snare 38, Clap 39, geschlossene Hi-Hat 42, offene Hi-Hat 46, tiefes Tom 45, Rimshot 37 und Cowbell 56. So spielt jedes GM-kompatible Drum-Rack die Noten mit deinen eigenen Sounds; Akzente stehen mit Velocity 127 in der Datei, normale Steps mit 96 (beim Standardpegel; bei leiser gestellten Sounds sind beide Werte entsprechend niedriger).

## Tipps

- Für Trap-Hi-Hats die Reihe CH komplett mit Sechzehnteln füllen, dann ein paar herausnehmen und Akzente setzen, damit das Pattern atmet.
- Für eine 808, die als Bassline funktioniert, die Kick auf zwei Sekunden oder mehr verlängern und auf den Grundton deines Tracks stimmen. Beides holst du dir mit der [BPM- und Tonart-Erkennung](https://xx808.com/de/bpm-tonart-bestimmen/) aus einem Referenzsong.
- Boom bap lebt vom Swing: Snare auf zwei und vier, dann den Swing langsam über 50 % ziehen, bis der Groove locker wird.

## Häufige Fragen

### Ist der Drumcomputer kostenlos?

Ja. Abspielen, WAV- und MIDI-Export und Links zum Teilen sind kostenlos, ohne Konto und ohne Wasserzeichen in den Exporten.

### Darf ich die Beats in meiner eigenen Musik verwenden?

Ja. Die Sounds erzeugt Code in deinem Browser, sie stammen aus keiner Sample-Library, und deine Patterns gehören dir. Musik, die du mit den Exporten machst, kannst du veröffentlichen – kommerziell oder nicht.

### Warum höre ich nichts?

Browser geben Ton erst frei, nachdem du mit der Seite interagiert hast – klick also zuerst auf *Start* oder auf einen Step. Am iPhone außerdem den Stummschalter prüfen, er schaltet auch Web-Audio stumm.

### Wie speichere ich einen Beat?

Mit *Link kopieren*. Das komplette Pattern – Steps, Tempo, Swing und Kick-Einstellungen – steckt im Link selbst; ein Lesezeichen oder das Verschicken des Links sichert also den Beat. Bei uns wird nichts gespeichert.

### Was macht der Akzent?

Ein akzentuierter Step klingt lauter. Im MIDI-Export bekommt er Velocity 127, ein normaler Step 96 – beim Standardpegel; ziehst du einen Sound leiser, sinken beide. Ein paar Akzente auf Hi-Hats oder Kicks bringen Bewegung ins Pattern, ganz ohne zusätzliche Noten.

### Ist das eine Roland TR-808?

Nein. Es ist ein unabhängiger Drumcomputer im Browser, inspiriert von den klassischen analogen Klängen, die die TR-808 berühmt gemacht hat. Roland und TR-808 sind Marken der Roland Corporation.

### Kann ich eigene Samples laden?

In dieser Version nicht. Exportier das Pattern als MIDI und spiel es in deiner DAW mit deinen eigenen Samples ab.

xx808 steht in keiner Verbindung zur Roland Corporation. Die Sounds sind synthetisierte Annäherungen und keine Nachbildungen der Samples eines Produkts.

Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2026

Webseite: https://xx808.com/de/drumcomputer/
