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BPM- und Tonart-Erkennung mit Camelot-Code

Zieh einen Song hinein, um Tempo und Tonart zu messen, oder tipp zu jeder Musik mit, die gerade läuft. Für das gefundene Tempo stehen die Delay- und Hallzeiten direkt darunter. Analysiert wird auf deinem eigenen Gerät.

Song analysieren

Song hierher ziehen für BPM & Tonart Analyse auf deinem Gerät – nichts wird hochgeladen

Tap Tempo

Getipptes Tempo
–
mindestens zweimal tippen
Gerundet
–

Nach 4–8 Taps steht der Wert. Zwei Sekunden Pause, und die Messung beginnt von vorn.

Delay- & Hallzeiten

BPM – wird automatisch aus deinen Taps oder der Datei übernommen
NoteGeradePunktiertTriole

Kurz gesagt

Zieh einen Song auf die Erkennung oben: Sie zeigt das Tempo mit einer Nachkommastelle und die Tonart samt Camelot-Code, ohne etwas hochzuladen. Bei 120 BPM dauert ein Schlag 60.000 ÷ 120 = 500 ms, und lässt sich ein Song in zwei Tempi zählen, bevorzugt die Erkennung Werte nahe 120 BPM – das Zentrum, das in den Tests von Ellis am besten zu den Taps von 40 Testpersonen passte (Ellis 2007). Ein Song in a-Moll zeigt Camelot 8A, seine Paralleltonart C-Dur steht auf 8B (Camelot-Wheel).

So funktioniert die Erkennung

Dein Browser dekodiert die Datei, mischt sie zu Mono und rechnet die Abtastrate um. Fürs Tempo wird das Audio in kurze, überlappende Abschnitte im Abstand von etwa 6 ms zerlegt, und die Energie in 36 Frequenzbändern wird von Abschnitt zu Abschnitt verglichen: Plötzliche Anstiege markieren Anschläge von Noten und Drums. Diese Onset-Kurve wird dann mit zeitversetzten Kopien ihrer selbst verglichen; entspricht der Versatz genau einem Schlag, liegen die Spitzen übereinander. Jede mögliche Schlaglänge bekommt so eine Punktzahl, die mit exp(−½ · log₂(BPM ÷ 120)²) multipliziert wird – einer Glockenkurve auf logarithmischer Tempoachse mit dem Zentrum bei 120 BPM. Das ist die Gewichtung, die Ellis (2007) an den Taps echter Hörer abgestimmt hat, hier eine Oktave breit. Der beste Kandidat, verfeinert auf ein Zehntel BPM, ist das Tempo; ist die Messung sicher und liegt sie höchstens 0,25 neben einer ganzen Zahl, wird sie ganzzahlig angezeigt.

Für die Tonart misst die Analyse, wie viel Energie über den ganzen Song auf jede der zwölf Tonklassen fällt (C, Cis, D … H), und vergleicht dieses Profil mit den Profilen von Krumhansl und Kessler (1982), verschoben auf jede der 24 Dur- und Molltonarten. Die ähnlichste gewinnt, der Abstand zur zweitbesten ergibt die Konfidenz. Ist das Profil zu gleichmäßig – typisch bei Drums oder Rauschen –, lautet das Ergebnis „Keine klare Tonart“.

Rechenbeispiel: ein House-Track mit 128 BPM in a-Moll

WasWertRechnung
Ein Schlag (Viertelnote)468,75 ms60.000 ÷ 128
Delay auf punktierte Achtel351,56 ms468,75 × 0,75
Sechzehntel (Pre-Delay für den Hall)117,19 ms468,75 ÷ 4
Ein 4/4-Takt1.875 ms468,75 × 4
Tempogewicht 128 gegen 64 BPM0,996 gegen 0,663Glockenkurve von oben: 128 schlägt sein Halbtempo
Camelot-Code8Aa-Moll (Am) auf dem Camelot-Wheel
Passende Tonarten zum Mixen7A, 9A, 8Bd-Moll (Dm), e-Moll (Em) und die Paralleltonart C-Dur (C)

Grenzen

Quellen

Zwei Wege zum BPM

Automatisch: Zieh eine Audiodatei auf das linke Feld. Nach ein, zwei Sekunden siehst du Tempo, Tonart, Camelot-Code und eine Angabe zur Konfidenz; klein darunter stehen weitere Tempi, die die Erkennung erwogen hat – schau dort zuerst nach, wenn dir das Ergebnis komisch vorkommt. Tap Tempo: Läuft die Musik irgendwo, wo du an keine Datei kommst – Radio, Club, Video, Bandprobe –, tipp auf jeden Schlag auf das große Pad oder drück die Leertaste. Nach vier bis acht Taps steht der Wert.

Was du zuletzt benutzt, landet im Tempofeld über der Delay-Tabelle. So kommst du von „Welches Tempo ist das?“ zu „Welche Delayzeit brauche ich?“, ohne etwas abzutippen. Mit Drumcomputer in diesem Tempo öffnen startest du einen Beat im Tempo des Songs, die 808-Kick schon auf seine Tonart gestimmt.

Halbtempo, Doppeltempo – und warum Detektoren uneins sind

Tempo ist zum Teil Wahrnehmung. Wer bei einem Track mit 128 BPM nur jeden zweiten Schlag mitnickt, zählt 64 BPM – und liegt nicht falsch. Gerade bei Trap oder Drum & Bass empfinden viele das Halbtempo als den eigentlichen Puls. Ein Detektor muss sich für eine Ebene entscheiden: xx808 gewichtet die Kandidaten mit der Glockenkurve um 120 BPM (128 BPM bekommt 0,996, 64 BPM nur 0,663) und prüft zusätzlich, ob die Schläge dazwischen genauso kräftig sind. Bist du anderer Meinung, schalten Halbtempo und Doppeltempo sofort um und ziehen alles Weitere mit.

Delay- und Hallzeiten aus dem BPM

Die Tabelle unter dem Tool rechnet das aktuelle Tempo in Notenlängen in Millisekunden um. Eine Viertelnote dauert 60.000 ÷ BPM ms, also 500 ms bei 120 BPM; eine Achtel ist halb so lang, eine Sechzehntel ein Viertel davon. Punktierte Werte sind 1,5-mal so lang, Triolen zwei Drittel. Für das klassische rhythmische Echo stellst du das Delay auf die punktierte Achtel, als Pre-Delay für den Hall passt die Sechzehntel oder die Zweiunddreißigstel. Alle Tempi von 60 bis 180 BPM auf einen Blick findest du in der Delay-Tabelle.

Tipps für genaue Ergebnisse

Häufige Fragen

Wie genau ist die BPM-Erkennung?

Auf den synthetischen Testspuren, mit denen wir sie prüfen (Klicks und Drum-Patterns von 70 bis 174 BPM), liegt das Ergebnis höchstens 1 BPM neben dem echten Tempo – rechne also mit rund 1 BPM Abweichung. Das Zehntel in der Anzeige ist Darstellung, kein Versprechen, und einen veröffentlichten Test mit echten Songs gibt es noch nicht. Der häufigste „Fehler“ ist kein Problem hinter dem Komma, sondern das halbe oder doppelte Tempo dessen, was du zählen würdest. Dafür gibt es die Buttons Halbtempo und Doppeltempo; bist du unsicher, tipp kurz auf dem Pad mit.

Was ist der Camelot-Code?

Das Camelot-Wheel nummeriert die 24 Tonarten so, dass harmonisch verwandte nebeneinanderliegen: 8A ist a-Moll, 8B ist C-Dur. Damit ein Übergang in der Tonart bleibt, mischen DJs zur gleichen Zahl oder einen Schritt nach links oder rechts.

Wie finde ich heraus, in welcher Tonart ein Song steht?

Zieh die Datei auf die Erkennung: Die Tonart erscheint mit deutschem Namen und internationalem Kürzel, etwa a-Moll (Am), dazu Camelot-Code und Paralleltonart. Steht dort „Keine klare Tonart“, nimm einen Abschnitt mit Akkorden oder Melodie statt nur Drums.

Warum steht bei der Tonart H statt B?

Im deutschsprachigen Raum heißt der Ton, den englische Programme B nennen, H; „B“ ist bei uns das englische B♭. h-Moll entspricht also Bm, b-Moll entspricht Bbm. Damit nichts verwechselt wird, steht das internationale Kürzel immer in Klammern dahinter.

Warum zeigt es Moll, obwohl der Song nach Dur klingt?

Paralleltonarten wie a-Moll und C-Dur bestehen aus genau denselben Tönen, die Analyse richtet sich also danach, welche Töne betont werden. Schau auf die Paralleltonart darunter – eine der beiden stimmt fast immer.

Wird meine Datei hochgeladen?

Nein. Dekodierung und Analyse laufen in deinem Browser. Nichts von der Datei wird an uns geschickt, nicht einmal ihr Name.

Kann ich das BPM auch ohne Datei bestimmen?

Ja, mit dem Tap-Pad: Es reagiert auf Maus, Touchscreen und Tastatur (Leertaste oder T), beginnt nach zwei Sekunden Pause von vorn und ignoriert einzelne verrutschte Taps. Dafür gibt es auch eine eigene Tap-Tempo-Seite.

Tempo und Tonart sind automatische Schätzungen. Wenn deine Ohren den Zahlen widersprechen, vertrau deinen Ohren.

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